Auf hoch und platt: Das war 2019

Jümmer schön suutsche. Dat is use platte Motto ver 2020. Doarümme gifft dat ok ers in Fewerwoar usen Blick trüjje nean lessten Joar. Klicket jück eis füdder.

Alles ganz in Ruhe, das ist nicht nur auf platt unser Motto für 2020. Deshalb kommt der Tach-Jahresrückblick 2019 auch erst im Februar.

Platt, Musik und Begegnungen

Wer sich durch den Blog scrollt, sieht eine große Lücke. Nach unserem tollen Besuch bei der Lindhoster Runne im August haben wir hier nichts mehr gebracht. Warum? Das könnt Ihr Euch sicher denken. Es war schlicht keine Zeit. Dabei haben wir aus 2019 noch jede Menge zu erzählen.

Grüße per Post up Platt

Über das Tachprojekt sind spannende Begegnungen entstanden: Die Lindhoster Runne zum Beispiel hat uns noch eine Postkarte geschrieben. Die ist angekommen, Ihr Lieben, und hat für enorm viel Freude gesorgt. Witt je eis bedanket sejn?

Erntefest im Schaumburger Land: Gruppe bei facebook

Der mit Abstand am meisten gelesene Beitrag hier auf dem Tachblog ist „Use Ahnebeier . Erntefest im Schaumburger Land„. Die komplette Termin-Übersicht aller Erntefeste von Ende Juli bis Mitte Oktober haben wir ja auch dank Eurer Hilfe zwei Jahre in Folge zusammen stellen können. 2020 ist in Arbeit und nicht nur das – aber dazu ein anderes Mal mehr.

Diese große Erntefest-Community wollen wir untereinander vernetzen, weil wir das wichtig finden. Deswegen haben wir im letzten Sommer zusammen mit Jan Tielking von der Festgemeinschaft der örtlichen Vereine Lauenhagen und Marcel Schramme aus der Dorfgemeinschaft Echtorf eine Facebook-Gruppe für Erntefest-Multiplikator:innen gegründet. 40 Mitglieder hat die Gruppe schon. Euer Verein/Eure Dorfgemeinschaft ist noch nicht dabei? Dann schreibt mich einfach auf Facebook an.

Lebendige Tradition: Die Trachten werden zu den Erntefesten im Schaumburger Land getragen. Foto: Ines Langhorst

Blogbeitrag für neues Buch

Den Beitrag „Der Martinstag im Schaumburger Land“ haben wir dem Schaumburg-Lippischen Heimatverein zur Verfügung gestellt. Der plant ein neues Buch über das Landleben und Brauchtum – damals und heute . Wir sind ganz gespannt, ob unsere Beobachtungen zum Martinstag Eingang finden. In jedem Fall wird das ein interessantes Buch über das Leben im Schaumburger Land. Über den Heimatverein könnt Ihr übrigens auch Kontakt zu einer Plattdeutsch-Runde aufnehmen. Mehr dazu findet Ihr hier.

Plattdeutsche Orte: INS & Bibelzentrum Barth

Während einer Städtetour nach Bremen habe ich dem Institut für niederdeutsche Sprache im Frühling einen spontanen Besuch abgestattet. Es liegt im Bremer Schnoor, ganz idyllisch. Eigentlich wollte ich nur mal um die Ecke luschern und gucken wie es in den alten Häuschen aussieht. Ganze vier Stück beheimaten die vielen Bücher, Kalender, CDs, Kassetten mit plattdeutschen Beiträgen aus ganz Norddeutschland. Aber dann durfte ich bleiben, einfach so, 90 Minuten. Und hatte ein wirklich hochinteressantes Gespräch mit Dr. Reinhard Goltz – den ich bis dahin so gar nicht kannte. Was für einem Niederdeutsch-Spezialisten ich da begegnet bin, habe ich erst viel später verstanden: Dr. Reinhard Goltz war von 2003 bis 2017 Geschäftsführer des Instituts und steht seit 2014 dem INS e.V. vor, der die Arbeit nun finanziert. Hier geht es zur Internetseite des Instituts für niederdeutsche Sprache.

Das INS im Bremer Schnoorviertel. Foto: Langhorst

Was macht das Institut für niederdeutsche Sprache?

Erhaltung und Förderung der niederdeutschen Sprache, Literatur und Kultur ist die Aufgabe des Instituts. Es kooperiert mit vielen anderen Einrichtungen, Gruppen, Vereinen, Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Privatpersonen und ist damit ein dicker Knotenpunkt im niederdeutschen Netzwerk. Außerdem forschen Dr. Reinhard Goltz und andere Mitglieder des INS auch zum aktuellen Gebrauch des Niederdeutschen. Hier findet Ihr eine Umfrage mit Ergebnissen aus 2016. Aus dem Schaumburger Land hatte Dr. Reinhard Goltz zuletzt wenig gehört. Das ändert sich bestimmt. Denn da passiert 2020 ja einiges. Dazu schreiben wir hier auch nochmal extra einen Beitrag.

Bibelzentrum Barth digital entdecken – ok up platt

Einen weiteren Plattdeutsch-Hotspot in Norddeutschland hätte ich im Spätsommer fast besucht – die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt. Schade, denn ich hätte das Bibelzentrum Barth in Mecklenburg-Vorpommern total gern einmal gesehen. Das hieß bis 2017 noch niederdeutsches Bibelzentrum St. Jürgen Barth. Es wurde 1989 eingerichtet – 400 Jahre nachdem die Barther Bibel gedruckt wurde. Und die wurde, Ihr ahnt es, auf Plattdeutsch geschrieben: De Bohrtsche Bibel „De gaanze hillige Schrift düdesch“ gibt es nun auch online. Viel Spaß beim Lesen – es ist ein Genuss. So wie der Interntauftritt des Niederdeutsch-Bereichs. Den gibt es nämlich einmal auf hochdeutsch. Un düsse Verbindunge weset jück allet up nedderdütsch. Digital habe ich schon so viel entdeckt, dass die Absage gar nicht so schlimm war. Ein Besuch ist aber fest eingeplant.

Zusammenarbeit im Schaumburger Land

Richtig großartig ist die Zusammenarbeit mit der Schaumburger Landschaft. Dazu erzählen wir Euch demnächst ausführlich in einem separaten Beitrag. Wenn Ihr schon einmal schauen wollt, was die Schaumburger Landschaft genau macht, klickt Euch hier rüber.

Schaumburger Lanne: Kuamt eis eräwer

Über den Tachblog sind wir auch mit dem Schaumburger Land Tourismusmarketing ins Gespräch gekommen und arbeiten ein wenig miteinander. Dass es sich im Schaumburger Land ganz wunderbar leben lässt, ist ja eh klar. Aber wie fein man in der Region Urlaub machen kann, haben wir ganz neu entdeckt. Hier findet Ihr den Link zu Infomaterial und Broschüren. (Und das ist dann jetzt unbezahlte Werbung, wegen Namensnennung und Verlinkung.) Kuamt eis eräwer – bi üsch künt je jück glatt verhalen.

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